Wohnen

Geschrieben vonAzubiwerk aufJanuar 27, 2011. Posted in-, Wohnen

Jedes Jahr kommen circa 6.000 Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern nach Hamburg, um hier ihre meist dreijährige duale Berufsausbildung zu absolvieren. Der der praktische Teil der Ausbildung findet im Betrieb, der theoretische Teil in der Berufsschule statt. Somit lernen und arbeiten ständig etwa 18.000 Azubis in Hamburg, die entweder täglich aus ihrem Heimatort pendeln oder in Hamburg Wohnraum benötigen. Insgesamt gibt es in Hamburg circa 38.000 Auszubildende in einem Alter zwischen fünfzehn und Mitte 20.

Bezahlbarer Wohnraum für diese Zielgruppe ist knapp. Die Stiftung Azubiwerk entwickelt deshalb in Wandsbek ein Wohnheim für 156 Auszubildende. In dem neuen  Gebäudekomplex enstehen Wohnungen für jeweils zwei bis vier Personen sowie verschiedene Gemeinschaftsräume, um den jungen Auszubildenden ein gemeinschaftliches Leben am Ort ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

So wird jedem Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ein mindestens vierzehn Quadratmeter großes Zimmer mit Internet- und Telefonanschluss zur Verfügung stehen. Die Kaltmiete wird bei 206 Euro liegen. Die Zimmer gehören zu Wohngemeinschaften aus zwei bis zu vier Auszubildenden. Innerhalb einer Wohngruppe können die Jugendlichen gemeinsam eine Küche, einen Essbereich und ein bis zwei Badezimmer mit separatem WC nutzen. Der neue Gebäudekomplex wird außerdem Gemeinschaftsräume auf 260 qm beherbergen – darunter ein Café, eine Lounge und eine Kicker-Zone für alle Bewohner. Im Sommer lädt eine große Dachterrasse zum Verweilen ein.

Das Azubiwerk schafft damit ein Auszubildendenwohnheim, das mit pädagogischen Unterstützungs- und Betreuungsangeboten die Eigenverantwortung, persönliche Entwicklung, soziale Kompetenz und die Eingliederung in die Arbeitswelt der Jugendlichen unterstützt. Insbesondere minderjährigen Auszubildenden kann so ein erfolgreicher Start in die Ausbildung in Hamburg ermöglicht werden.

Um zu garantieren, dass sich der Aufenthalt im Wohnheim positiv auf den Ausbildungsverlauf auswirkt und um unnötige Ausbildungsabbrüche verhindern zu können, sollen die Sozialpädagogen des Wohnheims eng mit Ausbildungsberatern der Kammern, den Sozialpartnern und anderen Trägern von Unterstützungsangeboten zusammenarbeiten. Bei Problemen kann so ein schnelles Unterstützungsangebot sichergestellt werden.

Wohnangebote für Auszubildende mit pädagogischer Betreuung und Unterstützung sind bisher in Hamburg nicht vorhanden. In anderen Bundesländern gibt es bereits entsprechende Einrichtungen. Insbesondere in Großstädten wie Köln, Frankfurt und München existiert ein umfassendes Angebot. Ein Leerstand in der Wohnanlage ist aufgrund der hohen Nachfrage und des Mangels an bezahlbaren Wohnraums nicht zu erwarten. Die Hamburger Studierendenwohnheime verzeichnen durchschnittlich unter 1% Leerstand.

Vor allem für minderjährige Jugendliche können Wohnheime die Möglichkeit schaffen, in Hamburg eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Gerade den Jüngeren würden zu dem die sozialen Strukturen in einem solchem Projekt den Ausbildungsstart erleichtern. Eine zentrale Lage ist wichtig, da die Auszubildenden jeden Morgen schnell und unkompliziert in ihre auf ganz Hamburg verteilten Betriebe kommen müssen.

In Wandsbek eröffnet zum 15.07.2016 das erste Wohnheim für Auszubildende mit 156 Zimmern.

4 Einzelappartements
92 Zimmer in 2er WGs
36 Zimmer in 3er WGs
24 Zimmer in 4er WGs

Die 274 qm große Gemeinschaftsfläche besteht aus

einem großer Gemeinschaftsraum mit Bar auf 116 qm
einer Lounge mit großer Leinwand auf 51 qm
einer Dachterrasse mit Grill und Bar auf 107 qm
und einer Waschküche sowie Tiefgarage im Untergeschoss.

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