Umfrage unter Azubis: Hohe Nachfrage nach Azubiwohnheim

Geschrieben vonAzubiwerk aufDezember 14, 2011. Posted inUnkategorisiert

Im Ausbildungsjahr 2011/2012 hat das Azubiwerk 507 Auszubildende von großen Unternehmen in Hamburg befragt. Die Umfrage wurde unter anderem bei Airbus Hamburg, Iwan Budnikowsky, Hamburg Süd, der Deutschen Bahn AG und der Haspa durchgeführt. Gefragt wurden die Auszubildenden unter anderem zu ihrem persönlichen Einkommen, Wohnformen, Mieten, Wegzeiten und ihrem Interesse am Projekt eines Auszubildendenwohnheims. Aus der Studie geht hervor für welche Zielgruppen das Projekt besonders interessant ist und welche Faktoren zu vernachlässigen sind.

Fast die Hälfte der ca. 40.000 Auszubildenden in Hamburg kommt aus anderen Bundesländern zur Ausbildung nach Hamburg.

Viele Auszubildenden sind beim Start ihrer Ausbildung noch nicht volljährig. Für diese Auszubildenden und ihre Eltern ist es organisatorisch und rechtlich sehr kompliziert die passende Unterkunft in der noch fremden Stadt zu finden.

So könnte der Campus des Azubi- Wohnheims an der Hafenbahn aussehen

In der Umfrage hat sich deutlich gezeigt, dass knapp zwei Drittel (62,7%) der befragten Auszubildenden ursprünglich nicht aus Hamburg kommen. Diese Zahl liegt damit oberhalb der offiziellen Statistiken, die von weniger als 50% ausgehen.

 

Die Auszubildenden, die nicht aus Hamburg kommen, interessieren sich zu 49,4% für ein Zimmer im Wohnheim des Auszubildendenwerks. Die Nicht-Interessierten umfassen 17,4%, während 33,2% ihr Interesse an Bedingungen knüpfen.

Insgesamt sind also 82,6% der nicht aus Hamburg kommenden Auszubildenden grundsätzlich an einem Zimmer in einem Wohnheim interessiert.

Weiter haben die Befragten Gründe aufgelistet, die für das Wohnen in einem Auszubildendenwohnheim des Auszubildendenwerks sprechen.

Wichtigste „Pro-Argumente“ sind der Wunsch nach Unabhängigkeit, der günstige Preis und der Wunsch nach kürzeren Arbeitswegen. Insbesondere der starke Wunsch nach kürzeren Arbeitswegen steht im engen Zusammenhang mit der im Rahmen der Befragung festgestellten teilweise sehr hohen Belastungen durch lange Wegzeiten. Dies ist ein wichtiges Argument für die von den Initiatoren angestrebte zentrale Lage des Wohnheims.

In der Gesamtauswertung für alle befragten Auszubildenden bejahen mehr als drei Viertel ein Interesse oder können sich ein Leben im Wohnheim unter Bedingungen vorstellen. Nur eine sehr kleine Minderheit äußert sich kritisch zum Konzept. Die Gründe für ein „nein“ liegen meist in der guten Wohnsituation im Elternhaus oder in Partnerschaften begründet.

Interessant ist die Feststellung, dass weder das Alter, noch das Geschlecht oder die Höhe der Ausbildungsvergütung für das Interesse an einem Wohnheimzimmer ausschlaggebend sind.

Die Ergebnisse der Statistik sind damit deckungsgleich mit den seitens der Initiatoren des Auszubildendenwerkes formulierten Erwartungen. Gerade für die Auszubildenden, die noch bei ihren Eltern leben, aber mit langen Fahrtzeiten konfrontiert sind, ist das Angebot überdurchschnittlich attraktiv.

Die gesamte Auswertung kann in der Gesamtstudie nachgelesen werden

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